Ein queerfeministisches NEIN zur SRG-Initiative am 8. März

Appell 

Bereits 2018 versuchten rechtsgerichtete Politiker*innen die SRG (öffentlicher Schweizer Rundfunk, SRF), welche in der Schweiz dafür verantwortlich ist die Bevölkerung mit Nachrichten zu versorgen, zu schwächen. Sieben Jahre später steht uns der zweite Versuch vor der Tür. Wir hätten nur noch eine SRG, die stark darin eingeschränkt wäre, die Schweiz in ihrer ganzen Vielfalt mit Nachrichten zu versorgen.

 

Wir vom bunt_lieben sind auf einen starken Service Public angewiesen um unsere politische Arbeit überhaupt machen zu können. Ohne eine gut aufgestellte SRG sind all diese demokratischen Prozesse stark gefährdet, weil diese auf dem zuverlässigen Bereitstellen von Informationen beruhen. Darum sagt bunt_lieben entscheiden "NEIN zur SRG-Initiative" am 8. März.

 

Wir vom bunt_lieben wünschen uns, dass die Gegner*innen einer guten Informationskultur eine krachende Niederlage erleiden, was schlussendlich ein riesiges Ja zur SRG bedeutet. Die Abstimmung von 2018 haben die Befürworter*innen eines starken Service Public durch die SRG mit 71,6 % gewonnen. Dieses Mal müssen wir ein noch stärkeres Zeichen setzen und die erneuten Angriffe auf die SRG entschieden ablehnen. So machen wir klar, dass wir zuverlässige Informationen wollen und nicht darauf angewiesen sein dürfen, was private Anbieter für relevant (oder ökonomisch interessant) halten. [1]

 

Deshalb am 8. März “NEIN zur SRG-Initiative“ abstimmen.

 

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Wir beim bunt_lieben engagieren uns oft für Minderheitenpositionen. Polyamore Anliegen sind nicht Mainstream, genauso wenig wie die Anliegen asexueller oder kinky Personen. Um unsere politische Arbeit zu leisten, sind wir auf das schweizerische Radio und Fernsehen angewiesen, dessen Aufgabe es ist, der Allgemeinheit zu dienen.[2]

Klar sind auch wir vom bunt_lieben nicht immer einverstanden damit, wie die SRG über ein Thema berichtet. Wir haben bereits manche Mails an Journalist*innen oder direkt an die SRG geschrieben, um auf problematische Berichterstattungen – gerade beim Thema „trans“, das aktuell stark von Populist*innen für ihre Kampagnen genutzt wird, hinzuweisen.

 

Dabei ging es ABER nicht um grobe Fehldarstellungen oder den Versuch, mit Click‑Bait noch etwas Geld zu verdienen, sondern um Dinge, die im journalistischen Alltag passieren können. Die Antworten auf diese Mails waren immer verständnisvoll/erfreut und online Artikel wurden zum Teil angepasst. 

 

Durch die diversen Kürzungen, die das SRG bereits vornehmen musste, wurden bereits verschiedene Formate eingestellt – so auch das feministische Format We, Myself & Why.

 

Auch im Bereich Wissenschaftskommunikation kam es bereits zu Kürzungen – und das in einer Zeit, in der private Anbieter bereits zu grossen Teilen ihre Wissenschaftsredaktionen abgebaut haben, nicht nur in der Schweiz, sondern international. Als Verein, der sich speziell für ein wissenschaftsfreundliches Weltbild engagiert, sehen wir das ebenfalls als sehr problematisch an.[2]

 

Aus all diesen Gründen fordern wir euch auf, am 8. März “NEIN zur SRG-Initiative" zu stimmen. Damit wir die Informationskultur behalten und Pflegen können, welche eine Demokratie braucht. 

 

Weitere Informationen findet ihr auf der Website des “Komitee gegen die Halbierungsinitiative”,  welchem wir uns als Verein angeschlossen haben.  

 

Text: Jonas

Gegenkontrolle: Anina, Elena, Medea, Maria, Bastian, Carole

 

Quellen 

[1] Was tut die SRG

[2] Was tut die SRG

[3] Riffreporter zu Wissenschaftsjournalismus

 

Weitere uns bekannte Kampagnen welche das gleiche Anliegen unterstützen:

 

Meine Lieblingssendung

Pro Medienvielfalt

 

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